Die wichtige Erfassung von Unterschieden der Feuchtebelastung in Abhängigkeit vom Material sind allerdings immer noch nur im Labor möglich.
Das am häufigsten
verwendete Verfahren zur Messung des Wassergehalts von
Materialproben ist die gravimetrische Methode (auch
Darr-Wäge-Trocknung). Der Wassergehalt der Materialprobe
wird dabei durch den Gewichtsverlust beim Trocknen bestimmt.
Die Materialprobe wird nach der Entnahme luftdicht verpackt
und gewogen. Anschließend wird die Probe in einem
Trockenofen bei ca. 105 °C getrocknet bis sich
Gewichtskonstanz bei aufeinanderfolgenden Wägungen
einstellt. Die Trocknungsdauer und -temperatur ist jedoch
materialabhängig und in entsprechenden Normen festgelegt.
Bei der Trocknung darf kein chemisch gebundenes Wasser
freigesetzt werden. Deshalb ist die Trocknungstemperatur von
Gips nur 40 °C. Nach dem Trocknen wird die Materialprobe
erneut gewogen. Aus der Differenz der Wägungen lässt sich
der Wassergehalt der Materialprobe ermitteln.



